Genmanipulierter Reis in Südchina im Umlauf 14.06.2005
Greenpeace hat in Guangzhou (Kanton) genmanipulierten Reis entdeckt. Es besteht die Befürchtung,
dass das in China nicht zugelassene Getreide seinen Weg auch in andere Großstädte Chinas findet. Forscher der "Environmental Group" von Greenpeace hatten bei Großhändlern in Guangzhou insgesamt
20 Proben von in der Provinz Hubei angebautem Reis genommen. Analysen eines unabhängigen Labors
in Deutschland ergaben, dass zwei der Proben genmanipulierten Reis enthielten. Bereits im Februar war
bei einer früheren Probenentnahme genmanipulierter Reis identifiziert worden. Einer der Großhändler mit genmanipuliertem Reis sagte, er verkaufe täglich 60 Tonnen, größtenteils an
weiterverarbeitende Betriebe und Restaurants in Guangzhou, Zhongshan, Shunde und Zhuhai.
Genmanipulierter Reis ist in der Volksrepublik nicht zugelassen, weder für den Anbau noch für den
Verzehr. Da Hong Kong teile seines Reisbedarfs aus der Provinz Guangdong bezieht, warnt Greenpeace vor der
Möglichkeit, genmanipulierter Reis könne die Grenze überschreiten. Nach Angaben des Hong Konger
Amtes für Umwelt- und Nahrungsmittelhygiene sei bislang kein genmanipulierter Reis nach Hong Kong
gelangt, die Kontrollen würden aber verschärft.
Quelle: Greenpeace, South China Morning Post
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